Jede Woche…
Kennen Sie das auch? Es gibt eine Menge Dinge, die man gerne anders machte… oder weiterentwickelte… oder begönne. Und dann bleibt doch wieder alles beim alten. Bei manchen dieser Dinge handelt es sich um Themen, bei denen man sich einen Ruck geben muss. Wer Fallschirmspringen lernen will, muss einfach mal den ersten Kurs buchen (oder einen Tandemsprung). Bei manchen dieser Dinge handelt es sich um Gewohnheiten. Endlich jeden Tag joggen, oder einen Apfel essen, oder die Tasks in der Arbeit auf die Reihe bekommen, oder… oder… oder.
Und für die Änderung, Einführung oder Weiterentwicklung von Gewohnheiten gibt es ein Erfolgsrezept:
- Ändern Sie eine Sache pro Woche – nicht mehr. Wenn Sie also täglich Obst essen wollen, weniger Kaffee trinken wollen, Sport treiben wollen usw. usw. fangen Sie mit genau einer Sache an.
- Tracken Sie den Erfolg. Führen Sie eine Liste oder nutzen Sie ein Online-Goal-Tracking-Tool. Am besten definieren Sie die Sache so, dass täglich etwas zu tun ist (z.B. täglich ein Stück Obst essen oder jeden Tag einen Spaziergang oder einmal Joggen)… und kontrollieren Sie jeden Abend den Erfolg.
- Vermutlich werden Sie mit der ersten kleinen Änderung schon in der ersten Woche erfolgreich sein. Gehen Sie dann in der nächsten Woche die nächste Änderung an – und machen Sie es genau so: Tracken Sie den Erfolg täglich.
- Wenn Sie merken, dass Sie mit einer Sache partout nicht erfolgreich sind (also zwei bis drei Wochen keinen Fortschritt erzielt haben), nehmen Sie sich erst ein anderes Thema vor. Der Erfolg der ersten Themen wird Sie vermutlich so motivieren, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt auf dieses Thema erfolgreich zurückkommen können.
- Tracken Sie die Themen durchgängig. Also auch wenn Sie z.B. in der dritten Woche die dritte Veränderung angehen, hören Sie nicht auf, die Themen der ersten beiden Wochen zu tracken. Wenn Sie merken, dass Sie hier nachlässig werden, geben Sie dem Thema in der nächsten Woche wieder hohe Priorität (statt ein neues Thema dazuzunehmen). Wenn Sie also z.B. merken, dass Sie in der dritten Woche aufgehört haben täglich Obst zu essen (eine Gewohnheit, die Sie in der ersten Woche etabliert hatten), dann nehmen Sie nicht den täglichen Spaziergang auf die Agenda der vierten Woche, sondern konzentrieren sich erst wieder auf das tägliche Obstessen.
Sie werden sehen, dass Sie mit dieser Methode erstaunlich erfolgreich sind.
P.S. Die Legende besagt, dass sich bereits Benjamin Franklin einer ähnlichen Methode bedient hat, um ein tugendhaftes Leben zu führen. Statt veränderten oder neuen Gewohneheiten, wandte Franklin eine solche Methode auf Tugenden an, die er in seinem Leben umsetzen wollte.
Immer ein klein wenig mehr
Ein gutes Prinzip im Leben ist es, immer ein klein wenig mehr zu tun als unbedingt erforderlich. Damit erfreut man nicht nur seine Mitmenschen, sondern spart sich unter Umständen eine ganze Menge Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt.
Ein ganz banales Beispiel:
Wenn Du nach einer Mahlzeit nicht nur das Notwendigste tust, sondern evtl. auch noch den Boden unter dem Tisch reinigst oder ein paar andere Dinge in der Küche aufräumst, ersparst Dui Dir die Arbeit beim nächsten Großputz oder Du kannst diesen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Wichtig ist es, nur ein klein wenig mehr zu tun und nicht viel mehr. Die zusätzlich erledigten Dinge sollen nebenbei laufen. Ob Sie z.B. zum Tisch abräumen 5 oder 7 Minuten brauchen, macht kaum einen Unterschied… und das ist das Geheimnis.
Krise
In Deutschland – und ziemlich an allen anderen Orten der Welt – herrscht Krisenstimmung. Wir stehen am Anfang einer wirtschaftlichen Krise, die wohl nur noch mit der Anfang des letzten Jahrhunderts vergleichbar ist. Entsprechend groß sind die Sorgen der Menschen, entsprechend reißerisch die Titel der Zeitungen.
Bislang handelt es sich „nur“ um eine wirtschaftliche Krise. Es ist richtig und notwendig, dass alles getan wird, um diese Krise zu bekämpfen (über die richtigen Mittel lässt sich wie immer trefflich streiten). Allerdings wird allzu leicht übersehen, dass eine wirtschaftliche Krise erst der Anfang sein könnte.
Auf die wirtschaftliche Krise könnte zunächst eine politische Folgen. Erste Veränderungen der politischen Landschaft sind schon zu erkennen (Stärke der kleineren Parteien insbesondere der FDP, Abrutschen der SPD zur „kleinen Partei“, Verankerung der PDS als neue Partei), aber noch bewegen sich diese überwiegend im demokratischen Rahmen.
Auf die politische Krise kann dann die gesellschaftliche Krise folgen. Hierbei brechen Wertesysteme auseinander, der gesellschaftliche Grundkonsens wird in Frage gestellt… mit nicht absehbaren Folgen.
Deshalb wäre es wichtig, das Augenmerk bereits jetzt nicht nur auf die wirtschaftlichen Aspekte zu legen, sondern aktiv einer politischen und gesellschaftlichen Krise vorzubeugen. Denn im Vergleich zu diesen Krisen wird uns die wirtschaftliche noch harmlos erscheinen.
Gott muss nicht allmächtig sein
Viele Religionen nehmen Gott als allmächtig an. Manche Diskussion bringt die Allmachtsfrage sogar in Verbindung mit der Existenzfrage. Wesentlich scheint aber eigentlich nur zu sein, dass es kein mächtigeres Wesen außer Gott gibt. D.h. also Einschränkungen seiner Macht sind akzeptabel, solange sie nicht dazu führen, dass es ein anderes Wesen gibt, das mächtiger ist.
Auch polytheistische Religionen können so funktionieren. Hier ist es entscheidend, dass es kein Wesen gibt, das mächtiger ist als die Gesamtheit der Götter. Welche Bedingungen hierbei für den einzelnen Gott gelten, ist schwer zu definieren. Entscheidend scheint aber, dass jeder einzelne Gott eines Götterkollektivs immer noch der Anbetung oder des Anrufs würdig ist, d.h. dass er, zumindest in Teilbereichen, mehr Macht als der Mensch hat.
Ora et labora
Ora et laboraora et lege, Deus adest sine mora
„Bete und arbeite und lese, Gott ist da (oder: Gott hilft) ohne Verzug“
Afrikanisches Sprichwort
„Wenn du schnell gehen willst, geh allein; wenn du weit kommen willst, geh mit anderen.“
Fairness ist nicht Gleichheit
Jeder Mensch soll fair behandelt werden. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit Gleichbehandlung. Vielmehr geht es darum, auch bei ungleicher Ausgangssituation eine gleiche Ergebnissituation zu ermöglichen.
Gott ist nicht beweisbar
Die Existenz (oder Nicht-Existenz) von Nicht-Materiellem (wie z.B. Gott, Seele) ist nicht beweisbar.
Wissenschaft und Glauben sind damit zwei Domänen, die koexistieren können. Wesentlich ist dabei, dass die Aussagen der einen Domäne widerspruchfrei zu den Aussagen der jeweils anderen Domäne sind.
Du sollst niemandem Schaden zufügen
Du sollst niemandem Schaden zufügen, es sei denn es gilt größeren Schaden zu verhindern, und der zugefügte Schaden ist der geringst mögliche, der es gerade noch erlaubt den anderen, größeren Schaden zu verhindern.